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ſchönen venetianiſchen Gondel, und die Stimme iſt die
einer ſchönen und vornehmen Dame, und ſie will Ihnen das Herz zerreißen, wie ſie andere Herzen, die bei ihr ſind, verzückt und verlockt, eine echte Sirene, oder ge⸗ fällt Ihnen das Bild des Waſſernixes beſſer? Und was ſingt ſie denn? Ah!
Trocknet nicht, trocknet nicht, Thränen der ewigen Liebe!
Der ewigen Liebe! Sapperment, der ſüße kleine Graf Hochwald wird meinen, das gälte ihm. Wie er die Augen verdrehen mag! Sie wiſſen doch, gnädiger Herr, das Herrlein iſt bis über die Ohren verliebt, und die gnädige Frau muß —“
Da fuhr der Herr von Bütow doch zornig auf; er konnte ſich nicht mehr zurückhalten.
„Schweigen Sie!“ rief er.
Leonidas Stapelmann ſchwieg. Er mußte ſich zu⸗ rückhalten; es mochte dem Schwätzer Mühe genug koſten. Lange konnte er es freilich nicht.
Die Gondel auf dem See kam näher, und man hörte immer deutlicher und klarer und bezaubernder die wundervolle Stimme Annettens in die ſtille Nacht über den dunklen See herüberſingen:
Es ſoll kein Andrer ſein,
Der mich ſoll nehmen ein, Als du, du ſchönes Kind.


