Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

174

findet, und die findet er um ſo mehr, mit je größerem Eclat er verfolgt wird. Dagegen ſollte ein Anderes mich nicht wundern, mein gnädiger Herr, und es lohnte doch wohl der Mühe, daß Sie mich danach fragten.“

„Was wäre es?“ war in der That der Herr von Bütow ſo gefällig zu fragen.

„Wenn man Sie hier fände, ſo legte man Ihnen ſehr ſtill und heimlich einen Strick um den Hals und ließe Sie noch ſtiller auf den Grund dieſes Sees ver⸗ ſinken, von wo zuletzt nur der Strick wieder zum Vor⸗ ſchein käme, den die Fiſche nicht auffreſſen. Sie wer⸗ den nachdenklich, mein Herr?“

Der Herr von Bütow war in der That in Nach⸗ denken verſunken, und indem er daraus aufblickte, ſchien er ſeinen häßlichen, großſprecheriſchen, einem zweideu⸗ tigen Abenteurer auf ein Haar gleichenden Gefährten mit einem unwillkürlichen Schauder anſehen zu müſſen.

„Ja, ja“ ſagte Leonidas Stapelmann, „Sie haben wohl Grund zu erſchrecken. Sie wären der erſte nicht, den man auf ſolche Weiſe heimlich beiſeite ſchaffte⸗ und Sie würden auch der letzte nicht ſein. Man hat Beiſpiele, daß Männer, deren man ſich ohne Geräuſch entledigen wollte, auf ein Seeſchiff verlockt wurden und beim Einlaufen des Schiffes in den Hafen, zum Bei⸗ ſpiel bei Kronſtadt, nicht mehr da waren. Was aus