Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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In Zuchthäuſern und Feſtungen kann ſich der Menſch Ruhe und Selbſtüberwindung erwerben.

„Wohin gehen wir?“ fragte er nur.

„Wohin wir gehen?“ erwiderte Leonidas Stapel⸗ mann. „Vorläufig noch in die weite Welt. Sie wiſſen, Ihre gnädige Frau Gemahlin und mein gnädigſter Herr wollten Sie da oben unmittelbar an dem Feſtungs⸗ thore in Empfang nehmen. Durch dieſe Rechnung hat nun der alte Feſtungstyrann, der mein oder vielmehr Ihr Bauchgrimmen nicht länger in der Feſtung dulden wollte, einen Strich gemacht. Die gnädigen Herr⸗ ſchaften werden erſt gegen zehn Uhr heute Abend an⸗ kommen, und jetzt haben wir kaum neun Uhr. Sie ſind ferner in der Geſellſchaft der drei Offiziere der Feſtung. Nach dem Allem zeigt es ſich nicht beſonders rathſam, ſie hier zu erwarten, noch auch ihnen ent⸗ gegenzugehen, oder ſie in der Schwalenburg aufzu⸗ ſuchen. Und danach, mein gnädiger Herr, kommt es für das Fernere zunächſt darauf an, ob Sie eine grö⸗ ßere Sehnſucht nach Ihrer Frau Gemahlin oder nach Ihrer Freiheit in ſich verſpüren.“

„Sprechen Sie deutlicher“ ſagte der Herr von Bütow.

„Mein Herr“ erwiderte Leonidas Stapelmann, „ge⸗ mäß unſerem Kriegsplane ſollten Sie zunächſt zu Waſſer nach Seehauſen auf der andern Seite des Sees und