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„Wo ſind wir hier, Burſche?“
„In dem Kaſemattengange, Herr Stapelmann.“
„Haben wir weit zu gehen?“
„Bis zu der zweiten Thür rechts.“
Es waren kaum zehn Schritte, die ſie zurückzulegen hatten.
„Hier“ ſagte der kleine Gefangene.
Sie blieben beide ſtehen.
Sie ſtanden vor der Zelle Nummer zwei.
Der Kleine hatte ſeinen Schlüſſel ſchon in der Hand
Er hatte ihn ſchon früher von Leonidas Stapel⸗ mann erhalten.
Der Zeiſiggrüne war ein Mann, der, nach dem Sprichworte mit allen Hunden gehetzt, ſich auf alle Fälle vorzubereiten pflegte. So hatte er, ohne daß ſein Freund Peter Knauſt eine Ahnung davon hatte, wenn er dieſen beſuchte, deſſen Schlüſſelbund in die Hände zu bekommen und von dem Schlüſſel zu der Kaſematte Nummer zwei einen Abdruck in Wachs zu machen gewußt. Nach dem Abdruck ließ er ſich einen
Schlüſſel anfertigen. Der kleine Gefangene hatte ihn ſchon früher verſuchen müſſen, ob er ſchließe; er ſchloß.
Er ſchloß auch heute, leicht, ohne Geräuſch.
Der Kleine und hinter ihm Leonidas Stapelmann ſchritten über eine Thürſchwelle.


