Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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159 Sie waren in einem Raume, in dem es genau ſo dunkel war als in dem Gange, aus dem ſie kamen.

„Wer iſt da?“ fragte hinten in dem Dunkel eine Stimme.

„Euer Gnaden, ich bin da, Leonidas Stapelmann,

Ihr Befreier.“

Er mochte in und trotz der vollkommenen Finſterniß ſtolz genug vortreten, der Herr Leonidas Stapelmann.

„Wer führt Sie hierher?“ fragte die Stimme in der Dunkelheit.

„Ich bin es, Nummer zwei!“ antwortete der kleine Straßenräuber.

Man hörte hinten in der Zelle ſich Jemand er⸗ heben; ſehen konnte man nichts.

Leonidas trat vor zu dem Gefangenen.

„Euer Gnaden, wir müſſen die Kleidung wechſeln, vielmehr Sie müſſen die meinige anziehen. Es iſt aber nicht viel. Hier!“

Er hatte ſeine Mönchskutte ſchon ausgezogen. Er hielt ſie dem Gefangenen hin.

„Das iſt Alles, Euer Gnaden.“

„Und was iſt es?“

„Ein Franciscanerhabit. Sie brauchen es nur über⸗ zuwerfen. Es reicht bis auf die Füße, und die Kapuze

ziehen Sie ſich über das Geſicht.“