Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Auf der Stelle, wie ich Dir ſage. Aber ich gehe mit Dir. Warte einen Augenblick!“

Leonidas Stapelmann kehrte in die Zelle des Schlie⸗ ßers zurück.

Hier hing an der Wand unter einer Pelzmütze eine alte graue Soldatenjacke. Sie war das Hauskleid des Schließers, wenn der Dienſt für ihn vorbei war.

Leonidas Stapelmann nahm Jacke und Mütze an ſich und kehrte dann in den dunklen Flur vor der Zelle zurück.

Kaspar Schröder wartete dort auf ihn.

„Du haſt den Schlüſſel zu Nummer zwei?“ fragte ihn der Zeiſiggrüne, der noch in der braunen Mönchs⸗ kutte ſteckte.

„Wohl verwahrt, Herr Stapelmann.“

„Führe mich hin.“

Der kleine Gefangenwärter, der ſelbſt hier Bau⸗ gefangener war, ging langſam und leiſe in die Dunkel⸗ heit hinein.

Leonidas Stapelmann folgte ihm.

„Nehmen Sie ſich in Acht, Herr Stapelmann, hier geht es hinunter, neun Stufen.“

Sie gingen eine alte, dunkle ſteinerne Treppe hin⸗ unter, richtige neun Stufen.

Sie waren unten in einem ſtockdunklen Raume; man ſah nicht die Hand vor den Augen.