Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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ſind mit dem Pater Guardian die Aelteſten im Kloſter — der hat mir erzählt, daß der arme Pater Guardian

ſeitdem keine Ruhe mehr hat, ſelbſt im Schlafe nicht.

Er fährt oft auf und ſpricht dann allerlei Dinge. Das Meiſte iſt nicht tzu verſtehen, aber zweimal hat der Gärtner gehört, daß er Blut! Blut! gerufen hat, und einmal hat er mit ſchrecklich ſchauerlicher Stimme das Wort Brudermörder ausgeſprochen. Wenn das nicht bald anders mit ihm wird, lange kann er es ſo nicht aushalten. Und wenn er ſtürbe, es wäre ein großer Verluſt für unſer armes Kloſter. Es ſtehen ſchwere Zeiten vor uns, und der Pater Guardian iſt ein Mann, der nie den Kopf verlor. So einen be⸗ kommen wir nicht wieder.“

Der gute Bruder Pförtner verfiel in Nachdenken.

Der Bruder Servatius hatte auch ſeine Gedanken.

„Ja, Bruder Pförtner, ſchlimme Zeiten ſind es, und ſie ſind ſchon da. Wer hat das jemalen erlebt, daß kein Herr Jeſus und kein Simon da waren! Ich weiß nicht, was wir heute Nachmittag machen ſollen, wenn der liebe Gott kein Wunder thut.“

War der Bruder Pförtner auch ein Schalk?

„Ein Wunder braucht er nun juſt nicht zu thun“ ſagte er. „Der Pater Guardian braucht nur ein Wort zu ſprechen.“