148
„Für zwei oder drei Tage. Aber dann?“
„Der liebe Gott wird ſchon weiter für ſie ſorgen, Bruder Pförtner.“
„Aber die Welt draußen iſt ſündhaft, und es ſollen auch junge und hübſche unter ihnen ſein.“
„Hört, Bruder Pförtner, die werden auch in der ſündigen Welt draußen ſchon fortkommen.“
„Leider, leider, Bruder Servatius. In dem Kloſter lebten ſie ſo fromm!“
„Das muß man ihnen laſſen, Bruder Püörtner. 2
Damit war der geſprächige Bruder Pförtner auf ein heikles Kapitel gebracht.
„Ja, ja, Bruder Servatius. Aber Ihr ſeid noch nicht ſo lange hier wie ich. Früher war das nicht ſo. Es ſollen da manchmal ſeltſame Dinge unter den from⸗ men Nonnen vorgegangen ſein. Man durfte nur nicht davon ſprechen. Auch mit unſerm Kloſter ſollen ſie in allerlei Verkehr geſtanden haben. Aber ſeitdem ich hier bin, iſt nichts mehr vorgefallen. Unſer Pater Guardian und drüben die würdige Mutter haben ein anderes und ſtrengeres Leben eingeführt. Sie ſind beide ungefähr zu gleicher Zeit hergekommen; ein oder zwei Jahre nachher kam ich ins Kloſter. Schon ſeit der Zeit durfte kein Mönch mehr in das Nonnenkloſter kommen, und es wurde ſo ſtreng darüber gehalten,


