Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Es ſoll aber ein kräftiger Menſch ſein, ſagtet Ihr, Bruder Servatius.“

„Ihr werdet mir beiſtehen, Pförtner.“

„Hm, Freund Servatius, ich bin ein alter Mann,

und dann bedenkt — eine Schlägerei im Kloſter und

zwar gerade am heiligen Charfreitagsmorgen!“

„Aber wenn ich den Kerl ſehe, werde ich mich nicht halten können. Seht, das Herz im Leibe müßte ſich mir ja umdrehen.“

„Vergebet euren Feinden, heißt es, Bruder Serva⸗ tius! Uebrigens iſt der Menſch noch nicht da, und er wird auch ſchwerlich ſelbſt kommen, um ſich eine Tracht Prügel zu holen. Laßt Euch unterdeß erzählen, was ſeit Eurem Weggange geſtern früh ſich hier zugetragen hat.“

Der Bruder Pförtner erzählte gern, der Bruder Servatius hörte gern zu.

Der Bruder Pförtner erzählte zuerſt von dem gro⸗ ßen Tagesereigniſſe, der Austreibung der Nonnen.

„Was ſoll nun aus den armen Perſonen werden?“ jammerte er.

Den Bruder Servatius ſchien die Sache jedenfalls nicht näher anzugehen als der Verluſt ſeines Habits und ſeine Rache.

„Vorläufig ſind ſie ja untergebracht“ meinte er. 10*