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geläutet, ſondern zu dem Gottesdienſte wie zu dem Morgen⸗, Mittags⸗ und Abendgebete durch hölzerne Knarren gerufen.
So geſchah es auch an dem Morgen des Charfrei⸗ tags im Jahre 1806, von dem wir hier erzählen.
Die Knarre rief auch im Kloſter die Mönche zu der Mette. Sie verſammelten ſich in dem Chor der Kirche. Sie traten in dieſe durch den bedeckten und ummauerten Bogengang, der, über die dazwiſchen lie⸗ gende Straße geſpannt, Kirche und Kloſter mit einander in Verbindung bringt.
Patres und Brüder nahmen an der frühen Mette Theil. Nur drei fehlten. Es waren der Pater Guar⸗ dian, der Bruder Pförtner und der Bruder Servatius.
Den Pater Guardian hielt ſeine Krankheit zurück; ſein Zuſtand hatte ſich ſeit dem vorgeſtrigen Tage nicht gebeſſert.
Der Bruder Pförtner durfte die Kloſterpforte nicht verlaſſen.
Und der arme Bruder Servatius — er hatte ſich anführen laſſen durch den liſtigen, betrügeriſchen Vogel⸗ händler, einen Menſchen von jener Sorte, welche durch allerlei Künſte und Betrügereien anſtatt hellſchlagender Männchen den Leuten ſtumme Weibchen für theures
Geld aufzubinden wiſſen. Als einen ſolchen Betrüger
Temme, Die Erbgrafen. III. 10


