Fünftes Kapitel.
Um vier Uhr des Morgens, im Sommer wie im Winter, wurden und wird noch heute auf dem kleinern der beiden Thürme der Franciscanerkirche zu Walden⸗ brück ein feines Glöckchen geläutet, um durch zwölf regelmäßig und langſam auf einander folgende Schläge kund zu geben, daß in der Kloſterkirche die Mette be⸗ ginne. Nur an zwei Tagen im Jahre ertönt das Glöcklein nicht; es ſind der Charfreitag und der Sonn⸗ abend vor dem Oſtertage. Die Mette wird auch an dieſen Tagen gehalten, aber von dem Schluſſe des feierlichen Hochamts am grünen Donnerstag bis zu der Stunde der Mitternacht, mit welcher der Oſter⸗ morgen beginnt, während der Leidenszeit des Herrn, wird in und auf den katholiſchen Kirchen keine Glocke


