Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Dragoner ſtanden mit mißtrauiſchen Geſichtern um⸗ her. Sie warteten auf einen Befehl.

Der Lieutenant von Marnitz erſchien.

„Durchſucht die Wagen“ befahl er.

Die Wagen wurden durchſucht.

Der Offizier muſterte unterdeß die beiden Kutſcher.

Die Dragoner meldeten, daß in den Wagen nichts gefunden ſei. Sitze und Boden und Kaſten und Ta⸗ ſchen ſeien unterſucht; es könne keine Maus, geſchweige ein Menſch darin verborgen ſein.

Das Portal war von der Schildwache beſetzt ge⸗ halten.

„Die Thür jetzt frei!“ befahl der lange Lieutenant.

Die Schildwache trat zurück.

„Einzeln hervortreten!“ commandirte der Offizier in das Portal hinein.

Die hohe, ſtolze, ſchöne Geſtalt der Gräfin Ferdi⸗ nande ſchritt vor.

Der Offizier wollte an ſie herantreten; er wollte ſie muſtern, wie die Kutſcher, ob ſie wohl das ſei, was er im Schloſſe ſuche. Er hatte ſie vielleicht anfaſſen, körperlich viſitiren wollen.

Er trat unwillkürlich vor der Höhe, vor dem ſtolzen,

ſtrengen Blick der vornehmen Dame zurück. Er wurde roth, wieder blaß.