Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„O, meine gnädige Tante“ ſagte ſie, „wie danke ich Ihnen für Ihre herzliche, liebevolle Theilnahme an meinem Glück! Wie gern, wenn ich dem Zuge meines Herzens folgen dürfte, möchte ich auch gerade Sie nach der Schwalenburg begleiten! Die Sitte, die gute Sitte, gnädigſte Tante, erfordert jedoch, daß der Graf Leo⸗ pold von ſeinen erlauchten Aeltern zuerſt zu mir geführt wird.“

Es war in der Verſammlung Niemand, der nicht der alten boshaften Schleigheim dieſe Antwort gegönnt hätte.

Der Antwortenden freilich gönnte ſie nicht jeder.

Die alte Schleigheim erblaßte und zitterte vor Wuth.

„So muß ich zu meinem Bedauern allein fahren!“ rief ſie drohend.

Da nahm Jemand von hinten ihren Arm.

Sie ſah ſich um. Ihre Nichte Ferdinande hatte ſie angefaßt, zog ſie auf die Seite.

„Wollen Sie wirklich zur Schwalenburg, Tante?“

Fal

„Mit dieſer Ihrer vollen Bosheit?“

Ja

„So werde ich Sie begleiten.“

„Du?“