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„Zweifeln Sie daran, gnädigſte Couſine?“
„Nicht im geringſten, und wenn ich —“
Ein Blick voll Zorn und Bosheit zuckte durch die Augen der alten Dame. Sie hatte an ihre Tochter gedacht, die den preußiſchen Lieutenant von zweifel⸗ haftem Adel geheirathet hatte.
Und mit dem Gedanken war plötzlich ein anderer des Haſſes in ihr aufgetaucht.
Sie ſtattete der Auserwählten ihre Gratulation in folgender Weiſe ab:
„Meine verehrungswürdige reizende Couſine, em⸗ pfangen Sie meine aufrichtigſten Glückwünſche zu Ihrem Glücke und ertheilen Sie mir Ihre Genehmigung, ſo⸗ fort meinem Neffen Leopold nach der Schwalenburg die Nachricht von dem Glücke, das ihm hier geworden iſt, bringen zu dürfen. Eine beſondere große Freude würden Sie mir und ihm machen, wenn Sie die Gewogenheit hätten, mich zu ihm zu begleiten. Sie hätten zugleich die Genugthuung, ihn dort in der Geſellſchaft jener beiden liebenswürdigen Damen zu überraſchen, von denen geſtern und heute hier ſo vielfach die Rede war. Werden Sie die Güte haben?“
Die häßliche Auserwählte war wohl nicht minder von Gift und Galle erfüllt als die alte Gräfin Schleig⸗
heim. end ſeine Stimn.


