Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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ihren Namen aufſchreiben. So hatten ſie aber alle gedacht.

Mit einigen Ausnahmen jedoch.

Der Diplomat und die Gräfin Schleigheim mußten in dem langen Zuge der Gratulanten warten.

„Kennt die gnädigſte Couſine die Geſchichte von der Biſchofswahl in Paderborn?“ fragte der Diplomat die Gräfin.

„Nein, Couſin.“

„Das Domcapitel zu Paderborn“ erzählte der Di⸗ plomat, „hatte einmal einen Biſchof zu wählen. Man konnte ſich diesmal durchaus nicht einigen. Zuletzt kam man überein. Die ſämmtlichen Herren ſtellten ſich in einen Kreis; in die Mitte des Kreiſes wurde der jüngſte von ihnen geſtellt, mit verbundenen Augen, die Biſchofs⸗ mütze in der Hand. Wem er die Mütze aufſetzte, der war Biſchof. Der junge Domherr wirbelte ſich drei⸗ mal herum; Jedermann war dann geſpannt, auf wen er mit ſeinen feſtverbundenen Augen zugehen werde. Er ging zu keinem; er ſetzte die Mütze ſich ſelber auf, und er war Biſchof.“

„Ah, Herr Vetter“, ſagte die Gräfin Schleig⸗ heim, „Sie meinen, die zerſplitterten Namen hätten

die Candidatinnen und Mütter und Tanten ſelbſt auf⸗

geſchrieben?“