Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Damen und Herren ſchrieben eifrig. Nur die Hände der Gräfin von Werdenburg und ihrer Tochter, der Comteſſe Ferdinande, e man unbeſchäftigt zu ſehen.

Der Juſtizdirector ſammelte die Zettel in der Urne.

Als er fertig war, ſprach der Graf Werdenburg:

„Darf ich Ihre Erlauchten die regierenden Herren von Hauenſtein und Haſſenfurt erſuchen, mit mir die Stimmenzählung controliren zu wollen?“

Die beiden Herren traten mit ihm an den Tiſch.

Der Juſtizdirector hatte die Urne auf den Tiſch geſtellt. Er nahm einzeln die eingeſammelten Zettel heraus.

Er verlas laut den Namen, mit dem jeder einzelne Zettel beſchrieben war.

Die drei regierenden Grafen überzeugten ſich, daß der vorgeleſene Name auf dem Zettel ſtand.

Die Verſammlung ſelbſt zählte, jeder für ſich, ge⸗ ſpannt, lautlos, die Damen nur das Klopfen ihrer eigenen Herzen vernehmend.

Nur die Gräfin Schleigheim mußte wieder mit Nachbar flüſtern.

„Wiſſen Erlaucht, wer die Erwählte ſein wird?“ „Wie kann man das vorher wiſſen?“ „Sehr leicht. Glauben Sie an eine Junge und

Schöne?“