Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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einzige Mittel, durch welches unſer theurer junger Anver⸗ wandter von ſeinen Irrwegen auf den Pfad der Tu⸗ gend und der Ehre zurückgeführt wird. Es werde beſchloſſen, daß er ſchleunig in den Stand der heiligen Ehe trete, und ſeine Gemahlin werde ihm ſofort hier beſtimmt.“

Das war die mildeſte Strafe, die das Tribunal auszuſprechen vermochte. Es war ſchon vorhin darauf aufmerkſam gemacht worden.

„Und welche Strafe iſt es für Leopold?“ flüſterte die Gräfin Ferdinande ihrer Mutter zu. „Er nimmt einfach die ihm Beſtimmte nicht. Ich weiß es leider. Und was wollen ſie dann? Sie werden nicht noch ein⸗ mal hier zuſammenkommen, um ihn deshalb aus der Familie auszuſtoßen. Und ſieh, Mutter, der Vorſchlag wird angenommen.“

Den Worten der Gräfin Haſſenfurt war wieder jenes allgemeine Gemurmel des Beifalls unter den Damen gefolgt.

Nur die Gräfin Schleigheim hatte eine boshafte Bemerkung.

„Die arme Haſſenfurt!“ ſagte ſie zu ihrem Nach⸗ bar, einem alten apanagirten Grafen. „Ihre Schweſter, die zugleich ihre Schwägerin iſt, hat die alte häßliche Tochter. Erlaucht ſehen ſie dort hinten. Die Haſ⸗

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Temme, Die Erbgrafen. II.