Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Wünſcht Niemand mehr das Wort zu ergreifen?“ fragte der regierende Herr von Werdenburg.

Ein alter General erhob ſich.

„Ich bin zwar Soldat, aber ich bin immer ge⸗ wohnt, die Geſetze zu achten. Da muß ich denn zu⸗ nächſt volle Gewißheit darüber haben, ob dieſe hohe Verſammlung berechtigt iſt, ohne fremden Einſpruch über den Angeklagten hier zu Gericht zu ſitzen. Ich bitte um Auskunft, was darüber nicht nur unſere Haus⸗ geſetze, ſondern auch die Geſetze des deutſchen Reichs ſagen.“

Der alte General war Kriegsoberſt des weſtfäli⸗ ſchen Kreiſes.

Seine Frage war an den Herrn von Werdenburg gerichtet.

Der Graf erwiderte:

„Die Frage iſt berechtigt. Mein Juſtizdirector wird ſie beantworten. Er wird Ihnen ſagen, daß nament⸗ lich Zweifel darüber beſtehen könnten, inwiefern dem Kaiſer und dem Reiche ein Recht des Einſpruchs zuſtehe.“

Der Juſtizdirector wollte ſich erheben.

Ein erlauchter Herr aus der Familie kam ihm zuvor. Es war ein feines Diplomatengeſicht. Der erlauchte Herr war in der That mehrmals zu wichtigen Reichsgeſandtſchaften verwendet worden.