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Huldigung ſeiner Vaſallen und Unterthanen; große Feſtmahle wurden in ihm gehalten; die Familientage fanden darin ſtatt.
Heute war die reichsgräfliche Familie zu einem ernſten Familiengericht darin verſammelt.
Sie ſaßen auf alten Polſterſtühlen mit hohen Leh⸗ nen in einem weiten Halbkreiſe. In der Heffnung des Kreiſes, an der Wand gegenüber der Eingangsthür, hatte auf einem erhöhten Seſſel der regierende Graf Eberhard von Werdenburg⸗Werdenburg Platz genom⸗ men. Die Geſichter aller Andern waren ihm zuge⸗ wandt.
Er war der Chef des Hauſes; die Linie Werden⸗ burg⸗Werdenburg war die ältere; in den alten Haus⸗ verträgen war ihr ausdrücklich der Vorrang der Haupt⸗ familie eingeräumt; der Graf war außerdem hier der Landesherr.
Links von dem regierenden Grafen, aber um die ganze Tiefe des gräflichen Seſſels zurück, ſaß auf einem einfachen Stuhl hinter einem mit Acten und Büchern bedeckten Tiſche der Juſtizdirector der Grafſchaft Wer⸗ denburg.
Es war Abend; ein mächtiger von der Decke herab⸗ hängender ſilberner Kronleuchter verbreitete mit ſeinen Hunderten von Wachskerzen Tageshelle im Saale. Man


