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„Herr Graf —“
Für ihn, den Grafen Hochwald, ſchienen ihr die Worte zu verſagen, aber ſie hatte einen Händedruck für ihn, der dem jungen Manne alles Blut aus dem Geſichte und ein Zittern durch den ganzen Körper jagte.
Dann trat ſie an den Tiſch, ergriff ein Glas und rief mit bewegter Stimme:
„Auf Ihr Wohl, meine Herren!“
Sie mußten mit ihr anſtoßen und mit ihr die Gläſer leeren.
Und dann hatte ſie nochmals einen ſtillen und heim⸗ lichen Händedruck für den Grafen Hochwald.
Der Rittmeiſter aber ſagte heimlich zu dem Herrn von Marnitz:
„Sie iſt heute ſchöner als je. Ein Satansweib! Freundchen, heute oder nie!“
Und der Herr von Marnitz erwiderte:
„Ja, Rittmeiſter, ein Satansweib! Aber es wird nicht gehen. Ich weiß nicht, wie mir iſt, wenn ich ſie anſehe. Auch bei ihr eine Würde, eine Höhe —“
„Seid Ihr feig, Marnitz?“
„Zum Teufel, ſo trinkt Euch Courage. Laßt Euch nicht von dem weichlichen Grafenſöhnchen ausſtechen. Und heute muß es ſein, Marnitz; denn ſeht! Da iſt


