Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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nicht. Ich verdenke Euch nur eins, daß Ihr zu zart ſeid.“

Der lange Lieutenant mußte doch lachen.

„Ich zart, Rittmeiſter? Seid Ihr toll?“

„Warum greift Ihr denn nicht zu?“

Der Herr von Marnitz war wieder ernſt geworden.

„Das Weib hat was Beſonderes, Rittmeiſter. Sie iſt nicht wie die andern.“

„Da haben wir die Beſcherung! Ihr wollt nicht zart ſein? Der Hochwald kann für das Geſchäft bei Euch in die Lehre gehen. Fangt heute einmal an. Faßt Courage. Ihr habt ihr wohl noch gar keine Liebeserklärung gemacht?“

„Nein!“

„Teufel, Marnitz, Ihr verliert meine Achtung, wenn Ihr es heute nicht thut. Die Gelegenheit kommt Euch nicht ſo wieder. Die Bosquets ſind grün und dicht, die Luft iſt reiner Frühlingshauch, der Mond ſcheint ſentimental; den Hochwald nehme ich bei der Champagnerflaſche auf mich. Ihr macht eine Nacht⸗ promenade mit ihr, fallt auf die Kniee, flüſtert ſüße Liebesworte, und hilft das Alles nichts, geht's mit dem Himmel nicht, ſo nehmt Ihr die Hölle zu Hülfe und ſagt zu ihr: „Meine Gnädigſte, Sie möchten gern Gräfin Hochwald werden. Wollen Sie mich zu Ihrem Bundes⸗