„Eh, Freundchen, was es bei Euch iſt, weiß ich.“ „Und was wißt Ihr?“
„Die ſchöne Frau! Ihr ſeid verliebt und eiferſüch⸗ tig. Ihr könnt es nicht erwarten, daß ſie kommt, und Ihr ſeid ſchon im voraus wüthend, daß ſie, ſowie ſie hier iſt, nur für den Knaben dort daſein wird.“
„Und Ihr ſeid auf dem Holzwege, Rittmeiſter.“
„Hm, ich kenne meine Leute, und ich will Euch was ſagen, Freundchen. Ihr habt keine Courage, und das iſt Euer eigentliches Unglück und Euer Aerger, der Aerger über Euch ſelbſt.“
„Ihr radotirt, Rittmeiſter!“
„Bah, Freundchen! Nehmt einmal die Sache, wie ſie iſt, wie Ihr ſie ſelbſt geſtern aufſtelltet. Sie iſt die verſchmitzte Perſon, die Geliebte des Erbgrafen. Er iſt oder wird nächſtens, wie das ſo geht, ihrer überdrüſſig; da will er ſie bei Zeiten an den Mann bringen. Sie möchte für Ihr Leben gern Gräfin Hochwald werden. Da ſchwärmt ſie mit dem Knaben und ſpielt natürlich gegen uns die Tugendheldin, das heißt, gegen Euch, Marnitz. Ich liebe den Wein und die Bequemlichkeit; um ein Glas Champagner braucht man nicht lange auf den Knieen zu lie⸗ gen. Aber Ihr ſeid verliebt in das ſchöne Weib. Ich merkte es geſtern und ich verdenke es Euch


