Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Na, man braucht die Worte und die Stimme nur zu hören, um es zu wiſſen. Ich wette, Ihr denkt an die armen Unterthanen, die das Alles aufbringen müſſen.“

„Umgekehrt, Rittmeiſter“, ſagte der lange Lieutenant; „ich dachte an den kleinen Reichsgrafen, dem ſeine Handvoll Unterthanen das Alles aufbringen muß.“

„Teufel, das iſt ein ſublimer Unterſchied, den Ihr macht. Die Sache kommt nur auf eins hinaus, auf dieſe lächerliche Kleinſtaaterei.“

„Wir werden ihr hoffentlich bald ein Ende machen, Rittmeiſter.“

„Wie, Marnitz, wir ſollten gegen uns ſelbſt wü⸗ then? Ohne dieſen kleinen Grafen ſäßen wir nicht hier. Und am Hofe in Berlin? Glaubt mir, Freund⸗ chen, wenn unſer König auch ein paar Dutzend ſolcher kleinen Fürſten und Grafen einſteckt, im Schloſſe zu Berlin wird darum keine einzige Flaſche Champagner mehr getrunken.“

„Freilich, Rittmeiſter!“

„Alſo Freundchen, trinken wir hier, und werdet munter. Oder was habt Ihr ſonſt?“

„Nichts“, ſagte der Herr von Marnit. „Ich bin nun heute einmal nicht bei Laune. Es geht einem zuweilen ſo. Man hat etwas auf dem Herzen, das drückt, und man weiß ſelbſt nicht, was es iſt.“