Annette machte eine Hand los und reichte ſie dem Mädchen.
„Seien Sie mir herzlich willkommen, mein liebes Kind.“
Eychen wollte die Hand küſſen.
Sie mußte es ſo, wenn ſie zu der alten Gräfin, zu der jungen Comteſſe kam.
Da ſah ſie den eigenthümlich erwartend auf ſie ge⸗ richteten Blick des jungen Erbgrafen.
Sie drückte herzlich die dargebotene Hand und ſagte:
„Ich wünſchte, Sie könnten von meinen Dienſten Gebrauch machen, gnädigſte Frau.“
„Und ich hoffe, wir werden Freundinnen“ ſagte die Frau von Arenfels.
Dann wandte ſie ſich an den Grafen.
„Erräthſt Du denn meine innerſten Wünſche, Leo⸗ pold? Wie danke ich Dir!“
Der Graf mußte ſich wieder entfernen.
„Ich werde die Offiziere empfangen müſſen. Du wirſt nachkommen, Annette, wenn Du Dich mit Evchen ausgeſprochen haſt.“
„Laß mich nicht zu früh rufen.“
Der Graf ging.
„Ich glaube, mein liebes Evochen“, ſagte Annette, „wir werden uns viel zu ſagen haben, ich wenigſtens


