Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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17 in der es ſich unter den Lampen und Lichtern der Corridore und der Prunkgemächer bewegte, blieb ihnen verſchloſſen.

Der Graf öffnete eine Thür.

Sie traten in das Stübchen, deſſen erhelltes Fenſter ſie draußen geſehen hatten.

Eine ſchöne Frau ſtand in deſſen Mitte, hoch auf⸗ geputzt, in der eleganteſten Geſellſchaftstoilette. Sie trug ein halbnacktes Kind im Arme.

Sie hatte es in dem Gemache umhergetragen, um es in Schlaf zu bringen.

Zur Seite ſtand das Bettchen des Kindes.

Eine alte Wärterin war dabei beſchäftigt.

Die Frau von Arenfels, wie ſie noch genannt wurde, war mit dem Kinde ſtehen geblieben, als die Thür geöffnet wurde.

Sie ſah überraſcht den jungen Erbgrafen eintreten, mit dem Mädchen, das ſie nicht kannte.

Evchen ſah die Frau wieder, deren Schönheit ihre vollſte Eiferſucht, deren Ruf und Benehmen in dem Vogelſang ſchen Garten ihren vollen Haß er⸗ regt hatte. Sie ſah ſie wieder in ihrer ganzen Schön⸗ heit, die ſtille, einfache, ſüße und heilige Mutterpflicht erfüllend.

„Annette, Evchen!“ ſagte der junge Src

Temme, Die Erbgrafen. III.