Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Evchen, möchteſt Du ganz und gar auf der

Schwalenburg bleiben?“ Da hatte Evchen wieder keine Antwort. „Für immer, meine ich, Eychen!“ glaubte er noch deutlicher ſprechen zu müſſen. Sie hatte gleichwohl keine Antwort. „Bei mir, mit mir, mein Evchen.“ Sie brach in einen Strom von Thränen aus. „Macht meine Frage Dich unglücklich, Evchen?“ „Sie zerreißt mir das Herz, Leopold.“ Er drückte ſie an ſich, ihr Herz an ſein Herz.

„Epchen“ ſagte er, „zerreiße Du nur ein Vorurtheil, wie ich es zerriſſen habe; dann bleibt Dir Dein Herz

friſch und ganz, und wir werden beide glückliche Men⸗ ſchen. — Haſt Du die Geſichter geſehen, die in den ſtolzen Kutſchen an uns vorüberfuhren?“ Sie alle ſahen uns feindlich an, mit Ausnahme eines einzigen, und auch dieſes eine brave und treue Geſicht wagte nur die Angſt des Mutterherzens zu zeigen. Und wo⸗ her dieſe bittere, zornige, uns den Untergang drohende Feindſchaft? Aus dem lächerlichſten und zugleich trau⸗ rigſten Vorurtheile der Welt ſtammt ſie, das in dem Menſchen den Wahn erzeugt, er ſei beſſer und mehr als die Andern, weil ſeine Vorfahren von demſelben

Wahne befangen geweſen waren. In dieſem Wahne,

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