Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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„Meiner bedarf ſie?“

„Einer Stütze einer Freundin! Sie hat ſchwere Stunden vor ſich. Sie muß fröhlich ſein und ſcherzen und lachen. Da muß ſie zugleich ein Herz haben, an dem ſie ſich ausweinen und ausklagen kann.“

„Das ſoll ich ſein?“

„Du, mit Deinem Herzen, das auch voll Jammer und Thränen iſt. So tröſtet der eine Schmerz den andern. Aber vielleicht gelingt es mir auf dem Wege zu ihr, aus Deinem Herzen den Jammer zu verbannen. Gehen wir, mein Evchen. Mein Wagen erwartet uns.“

Eychen war aufgeſtanden, aber einen Entſchluß hatte ſie nicht.

„Eychen, Du thuſt ein gutes Werk.“

Das Kind hatte ſeinen Entſchluß.

„Aber wir fahren in meinem Wagen, Leopold!“

„O Du theures Kind, mit Deinem braven Herzen und Deinem feinen edlen Sinn! Komm, wir fahren in Deinem Wagen.“

Er führte ſie aus dem Park auf den Schloßhof.

Sein eleganter und ihr hübſcher Jagdwagen hielten dort.

Er hob ſie in ihren Wagen.

„Nach der Schwalenburg!“ ſagte ſie zu ihrem Kutſcher.

echeeh