Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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wandten und keinen Freund aus meinen frühern Tagen; ich weiß nicht, ob mir noch ein einziger von ihnen lebt. Ich bin in der ganzen langen Zeit nur der Hund Anderer geweſen; ich habe hungern und frieren und meine Knochen zu Markte tragen müſſen; ich habe mich müſſen bewachen laſſen wie einen Dieb und einſchließen laſſen wie einen Mörder. So iſt es noch, und ich muß dabei nur noch Andere einſchließen und bewachen. Das iſt mein Hundeleben, das ich nun ſchon ſo lange führe, und von ihm kann ich nicht laſſen. Von Deinen glatten Worten hatte ich mich bereden laſſen. Ich ſolle frei werden, der Graf wolle für meine alten Tage mich verſorgen. Aber ich kann nicht, Joachim. Ich kann nicht aus dieſem dunklen Käfig, nicht aus dieſer abgeſchabten Uniform; ich muß das Hundeleben weiter führen, der Schrecken der Gefangenen und der Tyrann der Rekruten ſein. Heute, an dem Tage, da

es zu Ende gehen ſollte, vorhin, als ich Dich kommen

ſah, war es mir auf einmal klar geworden. Und nun geh, Joachim, und laß mich hier. Du haſt es gu mit mir gemeint. Aber ich kann nicht anders“ Er war gerührt, der alte finſtere Mann; die Thrä⸗ nen ſtanden ihm faſt in den Augen. „Beim Zeus und beim Styr“ ſagte Leonidas Sta⸗ pelmann zu ſich ſelbſt, „das iſt eine verzweifelte Ge⸗

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