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dem Schließer in dem alten ſchwarzen Gefangenhauſe dort hinten.“
„Und wer biſt Du, Patron?“
Die Frage las man in den Augen des Paters Vitalis. Es ſchien ihm unheimlich zu werden in der Geſellſchaft eines wildfremden Menſchen, den er wie ſeinen frommen Kloſterbruder behandeln mußte und der aus ſeinem frühern Leben ſchon zugeſtanden hatte, daß er der Freund eines ſchweren Verbrechers war und ſelbſt eine Strafe als gemeiner Verbrecher erlitten hatte.
Leonidas Stapelmann verſtand wohl in den Augen der Menſchen zu leſen. Er lachte.
„Sie wollen von meinem Freunde Peter Knauſt noch mehr erfahren? Er iſt in der That eine intereſ⸗ ſante Perſönlichkeit. Als Baugefangener führte er ſich gut. Er hatte Ehrgeiz; ſein finſteres, zurückhaltendes Weſen kam ihm zu Hülfe; er machte ſich nie mit dem Geſindel ſeiner Mitgefangenen gemein. So konnte er bald zum Aufſeher über ſie gebraucht werden. Nach und nach wurde er es mehr, obwohl immer noch ſelbſt Gefangener. Zuletzt wurde er auf den Antrag ſeiner Vorgeſetzten vom Könige begnadigt, aber unter einer ſonderbaren Bedingung. Wiſſen der Herr Pater, was ein Knutenmeiſter in Rußland iſt?“
„Ich weiß es nicht.“


