Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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mann hatte ſie erwidert. Der Pater Vitalis hatte für Beides klare Augen gehabt.

„Hm“ antwortete Leonidas Stapelmann dem Pater, „Sie ſind ein frommer, ehrlicher Geiſtlicher; ich bin hier auf keinem ſchlechten Wege; ich habe Sie zudem in meiner Hand. So werden Sie mich nicht verrathen. Ja, ich kenne den alten Peter Knauſt. Wir kennen uns ſchon lange, ſeit mehr als vierzig Jahren. Unſere erſte Bekanntſchaft datirt ſich von dem Tage, da er Spießruthen laufen mußte und ich mit meinem Haſel⸗ ſtocke in der hohlen Gaſſe ſtand, die er zu paſſiren hatte. Er erhielt von mir einen Hieb, den er nicht vergaß. Im Jahre nachher vergalt er ihn mir doppelt. So wurden wir Freunde, und wir ſind es geblieben durch alle Abenteuer unſeres Lebens. Der arme Peter hatte deren freilich nicht viele. Dreimal Spießruthen⸗ laufen war eigentlich Alles; dann wurde er wegen einer Kleinigkeit zu lebenslänglicher Baugefangenſchaft verurtheilt und darauf begnadigt. Das iſt ſein Leben.“

„Und in welcher Eigenſchaft iſt er jetzt hier?“ fragte der Pater.

„Als Feſtungstyrann.“

„Wie?“

„Er iſt der Tyrann der Beſatzung hier und außer⸗