Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Er ſah ſie ſo offen und treu an, und in demſelben Athem fuhr er fort:

„Ich hatte Dir verſprochen, von ihr zu erzählen. Höre mich an.“

Da hatte Evochen doch ihr Nein.

„Nein, nein, Leopold. Ich glaube Dir ja Alles. Du ſollſt mir nichts von ihr ſagen. Ich müßte mich ſchämen, vor Dir, vor mir, daß ich Deinem einfachen Worte mißtraut hätte.“

Er ließ ein Ruder los, um ihre Hand zu drücken.

Sie drückte ihm die ſeinige nicht wieder.

„Haſt Du noch etwas, Evychen?“

„Es iſt nichts gegen Dich, Leopold.“

„Was iſt es dann?“

„Ich weiß es ſelbſt nicht. Es liegt mir ſo ſchwer auf dem Herzen.“

„Ah, Evchen, Du fragteſt mich, was mich glücklich mache? Soll ich es Dir ſagen?“

Sie bebte.

Er ließ die beiden Ruder los, faßte nach ihren beiden Händen.

Sie entzog ſie ihm.

„Nein, nein, Leopold!“ rief ſie noch einmal.

Sie rief es in Angſt, aber mit einer wunderbaren

Feſtigkeit und Höhe ſetzte ſie hinzu: