Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Faſt nicht minder dunkel ſtarrten dann wieder die Mauern und Thürme der Feſtung auf dem Sparren⸗ berge empor, und Licht an Licht reihte ſich wieder hell an einander unter den ſchwarzen Mauern in dem fleißi⸗ gen Städtchen Sparrenfeld. Die Bleichen am Ufer waren hell bis an den Rand des Waſſers und im See ſah man die weiße Leinwand ſich widerſpiegeln.

Nach der Schwalenburg richteten ſich die Blicke Evchen's. Sie lag ſo ſtill in dem beſcheidenen Licht⸗ ſcheine hinter den Bäumen und dem Geſträuche. Wie glücklich mußte es ſich da leben laſſen, an der Seite, nur an der Seite — Aber jene Frau war ja jetzt da, die Abenteurerin, die ſchlechte Perſon, wie im ſittlichen Zorne ohne den geringſten Rückhalt die Frau Vogel⸗ ſang in Waldenbrück geſagt hatte. Evchen ſeufzte leiſe.

Zur Seite nach Schloß Werdenburg hatten ſich die Blicke des jungen Erbgrafen gelenkt. Es ragte in dem ſtrahlenden Lichterglanze mit ſeiner langen Fagade ſo hoch über den dunklen Park empor und ſtolz wie ein Beherrſcher des Landes.

Und eine einfache Frau dort? Zichte der junge Graf daran?

An etwas Anderes mußte er denken.

Warum die helle Erleuchtung der ganzen Fagade dort? Sie zeigte etwas Ungewöhnliches an.