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Sie fuhren quer über den See nach der Schwalen⸗ burg hin.
So waren ſie oft gefahren, bei Tage und am Abend, ſeit manchem Jahre. Evchen hatte den Grafen nach der Schwalenburg, der Graf hatte ſie nach Seehauſen gebracht. Der bucklige Andreas hatte ſie immer beglei⸗ tet; er war trotz ſeines Höckers ein kräftiger und viel⸗ leicht gerade vermöge deſſelben ein gewandter Burſche.
Sie fuhren ſchweigend in den See hinein.
Ueber der weiten Waſſerfläche lag das volle ſchwarze Dunkel des Abends. Der ſternenklare Himmel konnte es nicht erhellen. Die Erde hält auf ihrer feſten Ober⸗ fläche das Licht der Sterne feſt, das Waſſer verſenkt es in ſeine Tiefe. Da unten findet man die leuch⸗ tenden Sterne wieder.
Die Ufer des Sees hatten ihre hellen und ihre dunklen Punkte. Schwarz zeichneten ſich die Alleen und Bosquets in den Parks der beiden gräflichen Schlöſſer ab, dunkler die tiefen weiten Wälder. Wie ein Feuer⸗ meer ſtrahlten im Lichterglanz die hohen und langen Mauern des Schloſſes Werdenburg. Durch die Aeſte und Zweige des Parks der Schwalenburg drangen hell kleinere Lichtmaſſen; daneben erhob ſich dunkel der hohe Thurm der Ruine der alten Schwalenburg in den Nachthimmel hinein.


