Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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erſter Ausflug war dennoch nach Seehauſen. Er mußte wenigſtens die Stellen und die Plätze wiederſehen, an denen er mit dem Kinde geſpielt hatte und an denen ſie beide ſo glücklich geweſen waren. „Wie lange bleibt Evchen noch, Herr Sommer?“ — „Bis nächſte Oſtern, Euer Gnaden. Zum Feſte ſoll ſie wieder hier ſein“ Und als die nächſten Oſtern kamen, war der junge Graf wieder zu Hauſe; acht Tage vor dem Feſte war der Herr Sommer nach dem Rhein gefahren, um Eychen abzuholen. Am Abend vor dem Feſte war er mit ihr wieder in Seehauſen, und am Oſtermorgen war der junge Erbgraf in Seehauſen.

Er war damals noch der völlig unverdorbene, der ſchwärmeriſche Jüngling.

Evchen, mein Evochen! wollte er dem Kinde ent⸗ gegenfliegen, wie in der frühern Zeit.

Aber es ſtand kein Kind mehr vor ihm.

Das war eine wunderbar reizende Jungfrau, in dem vollen Zauber der friſcheſten irdiſchen Schönheit, des Adels der Seele, des zugleich ſtrengen und doch wieder poetiſch ſchwärmeriſchen klöſterlichen Sichzurück⸗ ziehens und trotz alledem des reinſten Kinderherzens.

Und ſo kam es denn doch über die Lippen des jungen Erbgrafen:

„Biſt Du denn wieder da, mein Eychen?“