Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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keine Erbgrafen mehr, die ein bürgerliches Mädchen nicht anſehen dürfen. Aber recht leicht wollte ihr bei dem Gedanken das Herz doch nicht werden, und dann war doch auch jene ſchöne fremde Dame da, von der die Leute ſo ſchlecht ſprachen, über die er ihr freilich Auskunft hatte geben wollen. Was konnte er ihr über ſie ſagen? Aber Evchen's Herz war auch voll Mitleid.

„Du ſiehſt ſo betrübt aus, Evchen.“

„Die arme würdige Mutter, die armen Nonnen!“

„Ihr Kloſter ſoll aufgehoben werden, heißt es.“

„Und ſie müſſen in die weite Welt, und manche von ihnen wiſſen nicht, wohin. Die würdige Mutter hat Niemand, der ſie kennt, den ſie kennt.“

„Sprechen wir nachher von ihr, Eychen. Du wirſt jetzt nach Hauſe wollen.“

„Es iſt ſchon ſpät.“

„Ich kann Dich leider noch nicht begleiten, Evchen. Du mußt allein fahren. Aber der Wagen kehrt zu⸗ rück, um mich abzuholen. Noch vor Sonnenuntergang bin ich dann bei Dir, und Du bringſt mich nach der Schwalenburg und wir plaudern unterwegs. Biſt Du einverſtanden?“

„Ja“, ſagte ſie etwas leiſe, etwas gedrückt. Warum wollte er nicht mit ihr fahren? An die Leute der kleinen Stadt dachte ſie nicht, von dem,