Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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— —— S

O

15 können. Und wenn nun eine Hülfe nöthig wird, die ich nicht leiſten, die auch Bernhard nicht bringen kann? „Indeß mein Mann muß gerettet werden! Ich werde ihn retten.“

Sie überlegte mit Bernhard, was weiter zu thun ſei.

Der gewandte Burſche hatte ſich durch den Poſtillon über den Weg vom Bärenkruge bis zur Spree bei Kö⸗ penik unterrichten laſſen.

Der Weg gehe durch flaches, ödes Haideland; eine Viertelſtunde lang komme man noch durch einzelnes Fichtengebüſch, dann ſei kein Baum und kein Strauch mehr zu ſehen.

„Wir fahren noch die Viertelſtunde weit“ entſchied ſich die Frau. „Wir laſſen dann den Wagen zwiſchen den Fichten halten und gehen zu Fuße weiter. So kann

„Die Madame“, ſagte Bernhard zu dem Poſtillon, „muß heute Abend noch weiter. Können wir nicht über den Strom, ſo kommt ihr Jemand entgegen, den ſie noth⸗ wendig ſprechen muß.“

Der Poſtillon fütterte ſeine Pferde, ſpannte wieder an. Sie fuhren weiter.

Es war um halb elf Uhr in der Nacht. Die Haide war unbewohnt, die Nacht dunkel, der Himmel

der Poſtillon nicht ahnen, wohin wir wollen, und der Rückweg zum Wagen wird ſpäter nicht zu beſchwerlich.“