Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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„Kann man da gut logiren?“

„Es übernachten oft Herrſchaften da.“

„Fahren Sie uns vorläufig dahin. Wir können dann ja weiter ſehen.“

Bernhard theilte der Frau Mahler mit, was er mit dem Poſtillon geſprochen hatte. Sie war einver⸗ ſtanden.“

Sie erreichten den Bärenkrug.

Die Frau war immer ſtiller geworden.

„Ich ſpiele Komödie mit ihm!“ Der Gedanke beſchäftigte ſie, wollte ſie nicht verlaſſen. „Komödie mit meinem Mann! Um ihn wiederzugewinnen Um ſein und mein Glück zu begründen! Der Domherr ſagte es ja. Er hatte kein Bedenken, er auf ſeinem Standpunkte nicht. Aber er ſah mit dem Verſtande. Ich ſehe mit dem Herzen. Ich ſoll meinen Mann betrügen? Durch einen Betrug, durch neuen Verrath ſein Herz wiedergewinnen, das ich durch den ſchwerſten Verrath betrogen habe? Es iſt nicht möglich! — Fänden wir den Herrn von Aſchen hier! Er wird da ſein. Er iſt meines Mannes Freund. Der Domherr wird ihn gebeten haben, mir ſeinen Bei⸗ ſtand zu leihen. Er muß das Weitere allein übernehmen Ich ziehe mich zurück. Ich darf keinen Theil mehr daran

haben. Mein Mann darf mich nicht ſehen. Er darf

mich nie wiederſehen.“