Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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„Wird die Befreiung nicht eine noch weitere Kluft zwiſchen uns reißen? Wird er nur von mir befreit ſein wollen? Wird er nicht vorziehen, in ſeinen Kerker zurück⸗ zukehren, wenn er mich erkennt?“

Sie erreichte die letzte Poſtſtation vor Berlin, das Dorf Großbeeren. Die Poſtverbindung von da nach Kö⸗ penik ging nur über Berlin. Berlin mußte ſie ver⸗

meiden.

Der Poſthalter gab ihr ſeine Pferde als gewöhnliche

Miethpferde, den Poſtillon als Kutſcher.

Zu dem Poſtillon ſetzte ſich Bernhard auf den Bock.

Weder die Frau Mahler noch der Burſche kannten die Gegend zwiſchen Großbeeren und Köpenik.

Der Burſche fragte den Poſtillon darüber aus.

„Nach Köpenik werden Sie heute wohl nicht mehr kommen“ ſagte der Poſtillon.

„Es liegt uns am Ende nicht viel daran. Aber warum wäre es nicht möglich?“

„Wir kommen vor zehn Uhr in der Nacht nicht an. In ſo ſpäter Zeit wird kein Wagen mehr über den Strom geſetzt und eine Brücke iſt nicht da.“

„Könnten wir dieſſeits des Stroms ein Unterkommen finden?“

„Eine halbe Stunde von Köpenik, im Bärenkruge.“

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