Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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15 hat gleichfalls keine Zeit; hätte er ſie aber auch, das Werk der Befreiung Ihres Mannes muß von Ihnen allein ausgeführt werden, und ich denke, Sie werden keine Komödie darin finden.

Sie müſſen indeß irgend eine Begleitung mit ſich nehmen. Wen würden Sie wählen?“

„Bernhard“, ſagte die Frau.

„Auch ich hatte an ihn gedacht. Er iſt gewandt, an⸗ ſtellig, muthig. — Und nun treffen Sie ſofort Ihre Reiſe⸗ anſtalten. Hier iſt das Reiſegeld. Einen Reiſewagen er⸗ halten Sie von dem Poſtmeiſter in Hofgeismar; er iſt ſchon beſtellt. Gott geleite Sie.“

Eine Stunde ſpäter war die Frau Mahler mit Bernhard auf dem Wege nach Berlin, eigentlich nach Köpenik bei Berlin.

In Hofgeismar fand ſie einen bequemen Wagen, in dem ſie mit Extrapoſtpferden weiter fuhr. Sie reiſten nach der Anweiſung des Domherrn.

Der gewandte Bernhard war ihr mehr als Bedienter, er beſorgte auf der Reiſe Alles für ſie; ſie hatte ſich um nichts zu kümmern. Sie hätte es auch kaum vermocht. Das Herz war ihr voll Furcht und Angſt.

Wird die Befreiung gelingen?

Und welche entſetzliche Angſt knüpfte ſich dann weiter an das Gelingen wie an das Nichtgelingen!

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