Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Domherrn zu dem Gefangenen von Aſchenz die beiden Herren können allein mit einander ſprechen.“

„Ein gewandter Burſche“ mußte ich bei mir denken.

Der Gefangenwärter führte mich zu Gisbert und ließ uns allein.

„Gisbert, Du biſt frei.“

„Was ſagſt Du, Onkel?“

„Ich komme vom Criminalrath, um Dir zu ſagen, daß er Dich noch heute entlaſſen wird.“

„Aber wie geht das zu, Onkel?“

„Gisbertine iſt Deine Befreierin.“

„Und ſie iſt nicht ſelbſt hier?“

„Nein! Sie ſtellt Dir auch eine Bedingung.“

„Welche?“

„Du ſollſt Dein Ehrenwort geben, daß Du ſie nicht wieder aufſuchen, nicht weiter verfolgen, ihr nicht einmal danken willſt.“

„Aber, Onkel Florens, ich verſtehe Dich nicht.“

„Meine Worte waren deutlich und ſie waren die Worte Gisbertinens.“

„Ich gebe das Ehrenwort nicht, nie.“

„Hm, frei würdeſt Du ohnehin; der Criminalrath kann nicht zurück, er war zu höflich gegen mich. Aber ich habe Gisbertinen mein Wort dafür verpfändet, daß Du Dein Ehrenwort geben würdeſt.