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137 geſinde nicht immer gern geſehen, und der Miniſter von Kircheiſen war damals ſchon ein alter Mann, und alte Leute werden ſtumpf und ſchwach.
„Excellenz“ ſagte der Domherr, „iſt Ihnen ein Obriſt⸗ lieutenant Friedrichs bekannt?“
„Einen Obriſtlieutenant Friedrichs, Herr Domherr, dürfte nur der Kriegsminiſter kennen. Einen Aſſeſſor Friedrichs kenne ich.“
„Iſt der Aſſeſſor Friedrichs ein tüchtiger Arbeiter, Excellenz?“
„Ein ſehr tüchtiger, Herr Domherr, und ein ausge⸗ zeichneter Juriſt dabei.“
„Und noch nicht Rath?“
„Es waren eigenthümlich unglückliche Anciennetäts⸗ verhältniſſe für den braven Mann.“
„Nicht auch ein Befehl von oben?“
„Allerdings, aus dem Kabinet.“
„Aber nicht vom Könige, Excellenz!“
Der Miniſter zuckte die Achſeln.
„Befehle aus dem Kabinet gelten als Befehle Seiner Majeſtät.“
„Ah, Excellenz, das heißt, der König wird auch zu⸗ weilen betrogen.“
„Das iſt ein hartes Wort, Herr Domherr!“
„Aber ein wahres!“


