Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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„Herr Domherr, in das Kabinet des Königs erſtreckt ſich die Macht des Juſtizminiſters nicht.“

„Kommen wir auf den Herrn Friedrichs zurück, Ex⸗ cellenz. Ich habe eine Bitte für ihn.“

„Wenn ich ſie zu erfüllen vermag.“

„Er ſoll Aſſeſſor in Meſeritz werden?“

„Wenigſtens im Poſenſchen wird eine Stelle für ihn offen gehalten.“

„Könnten Excellenz ihm nicht eine Stelle bei dem Gericht zu Warburg in Weſtfalen verleihen? Das Gut ſeiner Braut liegt eine Stunde von da.“

Der Miniſter ſann nach.

„Es wird angehen.“

„Ich danke Ew. Excellenz.“

So war die Mamſell Karoline Lohrmann Frau Aſſeſſorin in Warburg geworden, und ihr Geiſt und ihre Hand konnten in Ovelgönne ferner wirken; ſie fuhr die Woche ein⸗ oder zweimal nach Ovelgönne hinaus, und ihr Mann kam ihr zum Abend nach, um ſie zurückzu⸗ holen; war es am Sonnabend, ſo blieben ſie die Nacht und den Sonntag da.

„Du willſt nach der Arbeit der Leute ſehen?“ fragte der Domherr die junge Frau.

„Nein, Onkel Florens. Deſſen bedarf es bei mei⸗

nen Leuten nicht. Aber ſie arbeiten ſeit vier Uhr

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