Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Da kam vom Hauſe her eine Dame.

Der Herr ging ſchneller, als er ſie ſah.

Und die Dame, als ſie nun auch ihn ſah, flog.

„Onkel Florens, Onkel Florens, Du biſt es?“

„Karoline — mein Mädchen“, hätte ich bald geſagt. „Aber biſt Du nicht ſchön und friſch, wie Du nur je als Mädchen warſt?“

„Muß man denn ſchon drei Monate nach der Hoch⸗ zeit wie eine alte Frau ausſehen?“

„Du wirſt auch als alte Frau ſo ſchön und blühend bleiben.“

„Die Complimente nachher, Onkel Florens. Sage mir, woher Du kommſt?“

„Von Warburg.“

„Und Du haſt mir meinen Mann nicht mitgebracht?“

„Er kommt nach, zum Abend, wie er es Dir ver⸗ ſprochen habe. Er ſaß noch mitten zwiſchen ſeinen Acten.“

„Ja, er iſt ein Actenbär geworden.“

„Und Du, Karoline, biſt, wie ich ſehe, noch immer die Mamſell Karoline auf Ovelgönne.“

„Die Frau Aſſeſſorin, wenn Du es erlaubſt.“

„Aber der Geiſt und die Hand von Mamſell Karo⸗ line wirken hier noch immer.“

„Und das danken wir Dir, Du braver Onkel Florens.“