Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Sie waren an einer Treppe; ſie ſtiegen ſie hinunter. Sie befanden ſich in einem weiten Treppenflur. Es war auch hier überall dunkel.

Das Erſparungsſyſtem ſtund damals in Preußen noch auf ſeinem Höhepunkte.

Die drei Nachtwandler durchſchritten den Flur. Sie ſtanden vor einem ſchmalen Pförtchen. Man erkannte es an den Fenſtern zu beiden Seiten.

Der Gefangenwärter ſchloß es auf.

Er ſprach unterdeß leiſe ein paar Worte zur Seite.

„Alles gut!“ wurde ihm geantwortet.

Man ſah in der Dunkelheit den Antwortenden nicht.

Es mußte die Schildwache ſein, die der Gefangen⸗ wärter für ſich gewonnen hatte.

Sie traten durch das Pförtchen.

Beermann wollte das Pförtchen verſchließen, wie er die andern Thüren verſchloſſen hatte.

Plötzlich hörte man ein Geränſch in dem Flur, zur Seite. Eine Thür ſchien dort geöffnet zu werden.

Er gab den Verſchluß des Pförtchens auf.

„Fort, fort!“ flüſterte er.

Er eilte voran; die beiden Gefangenen folgten ihm.

Sie waren in dem Garten hinter dem Schloſſe.

Sie eilten durch die Gänge.

Hinter ihnen wurde es laut. Temme, Der Domherr. III. 9