Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Mahlberg ſetzte ſich auf ſein Bett; er legte das Ge⸗ ſicht in ſeine Hände und gab ſich ſeinen trüben Gedanken hin.

Auch in der Zelle nebenan wurde keine Bewegung mehr vernommen; der arme Horſt ſaß da wohl ebenſo gedankenvoll.

Auf dem Thurme des Schloſſes ſchlug es elf.

Es war die Stunde, in der ſie befreit werden ſollten.

Rings umher blieb Alles ſtill.

„Ja, es war ein Traum!“ ſagte ſich Mahlberg.

Er kleidete ſich doch nicht aus; er blieb auf dem Rande ſeines Bettes ſitzen.

Die Thurmuhr ſchlug ein Viertel.

Im Gange ſchien ſich etwas zu bewegen.

„Schulz!“ ſagte ſich Mahlberg. „Er hat uns alſo in der That belauſchen wollen. Die Zeit iſt ihm zu lang geworden; er geht.“

Aber das Geräuſch draußen entfernte ſich nicht. Es kam näher, wenn auch leiſe genug. Und auf einmal war es an Mahlberg's Thür, leiſe wie bisher, und im Mo⸗ ment darauf war die Thür geöffnet.

Es ſtand Jemand in ihr, ohne Licht, in tiefſter Dun⸗ kelheit.

Wer konnte es ſein?

Auch Mahlberg fragte es ſich mit klopfendem Herzen.