Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Als er vor der Thür des Herrenhauſes ſtand, be⸗ ſchwichtigte er ſein Gewiſſen damit:

„Wer weiß auch, was an der ganzen Geſchichte iſt. In dem Berlin hecken ſie viel aus; aber das Meiſte ſind Velleitäten. Und man köpft und hängt die Leute nicht ſogleich ohne weiteres. Und auch mit dem heimlichen Arretiren wird es gute Wege haben. Beſonders einen Edelmann aus einem der älteſten und angeſehenſten Häuſer fängt man nicht ſo mir nichts dir nichts heimlich ab. Bah, warten wir es ab, und gehen wir zu einem andern unglücklichen Herzen, auch unglücklich durch eigene Schuld. Durch eine andere freilich! Aber Schuld iſt Schuld!“

Er war an der Thür der Frau Mahler.

Er war ja im Hauſe bekannt.

Ehe er ſich anmeldete, ſtand er einen Augenblick ſtill. Es war keine angenehme Aufgabe, die er hier zu löſen hatte.

Durch das Fenſter des Ganges tönte ihm von draußen die luſtige Tanzmuſik entgegen, das Scherzen, Lachen und Jubeln der fröhlichen Menſchen.

Jenſeits der Thür, vor der er ſtand, war die tiefſte Stille.

Das Herz wurde ihm noch ſchwerer.

Er klopfte an die Thür.