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Domherr. „Und Du ſprachſt es in einem Tone, der aus Deinem Herzen kam?“
Sie antwortete ihm nicht.
„Was haſt Du denn gegen ihn?“ rief der Domherr.
„Er iſt —“ begann Gisbertine heftig und haſtig.
Sie beſann ſich, und ruhig und ſtolz antwortete ſie:
„Höre, Onkel Florens, eine Frau darf nie ihren Mann anklagen; nicht einmal bei ihrer Mutter, der ſie Alles, alles Andere anvertrauen mag. Eine ſchlechte Frau, die gegen irgend Jemand etwas Böſes von ihrem Manne ſagt!“
Der Domherr nahm doch wieder ihre Hand.
„Du biſt doch eine brave Frau, Gisbertine, trotz alle⸗ dem. Und Ihr beiden werdet wieder zuſammenkommen!“
„Um glücklicher zu werden, Onkel?“ rief Gisbertine wieder leidenſchaftlich.
Er ſah ſie verwundert an.
„Jo, ja, Onkel Florens, es gibt Herzen, die ſich nur lieben, nicht heirathen dürfen, wenn ſie glücklich bleiben wollen.“
Der Domherr aber erwiderte ihr:
„Höre, Dame Gisbertine, es gibt Menſchen, die Narren ſind. Und nun noch eine Frage. Warum haſt Du die weite Reiſe zu mir gemacht? Warum haſt Du mir nicht geſchrieben, was Du mir zu ſagen hatteſt?“


