Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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Gisbert ſah den Domherrn fragend an.

„Die Frau Mahlberg's iſt hier, und ich will ſie Dir holen.“

Der Domherr wollte gehen.

Er wurde aufgehalten. Die alten Leute auf dem Platze waren auf ihn zugetreten, umringten ihn, begrüß⸗ ten ihn. Sie kannten ihn alle ſeit vielen Jahren. Sie hatten eine herzliche Freude, ihn wiederzuſehen, und er freute ſich wie ſie.

Mit ſeiner herzlichen Freude ging er dann zu dem Herrenhauſe.

„Hm“ ſagte er im Gehen, „hat denn das Glück oder das Unglück mehr Freude in ſeinem Schooße? Wie waren wir hier unglücklich! Sie, ich! Sie ruht; der ſtille Friede der Seligen umgibt ſie. Und ſie hatte noch die Frende, die ſchöne Entwicklung ihres lieben Kindes zu ſehen. Und das Kind iſt dieſer Engel geworden, und ich habe dieſe reine Freude an ihr, an Allem hier. Und hat nicht jenes Unglück dies Alles geboren? Wäre ſie denn, die arme Thereſe, mit mir ſo glücklich geworden,

wie wir es träumten? In ganz andern Verhältniſſen,

für die ſie nicht geboren, nicht erzogen war? In einem fremden Landed Unter andern Menſchen, die ſich über ſie ſtellten, die ſie gar als einen fremden Eindringling glaubten haſſen zu müſſen? Und Karoline? Was

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