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nerin ſah, der konnte nicht einen Augenblick zweifelhaft darüber ſein, wer der hübſche, behende junge Mann mit dem kecken Geſichte, den blitzenden Augen, den krauſen ſchwarzen Haaren ſei, der ſich da nahte, und was er dem Mädchen ſei. Auch der Domherr hatte es gewußt.
Als er näher kam, flog er auf ſie zu.
„Zettchen, mein Zettchen!“
Er hatte ihre beiden Hände gefaßt; aber er hatte nicht genug daran; ſeine Lippen wollten ſich auch den ihrigen nahen.
Das war freilich ihr zuviel, vor allen den Leuten, vor dem vornehmen Domherrn, dem jungen Freiherrn.
„Aber Louis!“ ſagte ſie.
Da ſah Louis Becker auch etwas Anderes als die Geliebte.
Und der junge Freiherr ſah auch ihn und rief:
„Du biſt es, alter braver Kamerad Becker?“
„Und Du, alter Freund Aſchen?“ rief der Andre zurück. „Ja, ja, wir hatten uns beide bisher nur in der Uniform geſehen. Und — alle Wetter, die Uniform machte uns gleich. Wir waren alſo etwas Anderes, als wir jetzt ſind, und ein Kellner und ein Freiherr —“
„Können beide ein paar große Narren ſein“ fiel der Domherr ein. „Und wenn Ihr das nicht ſeid, dann —“
Aber ſie ließen ihn nicht ausreden.


