—.
33
eiſerne Kreuz; er hatte zu den tapfern weſtfäliſchen Land⸗ wehrmännern gehört, deren ſo viele das eiſerne Zeichen ihres Muthes in die Heimat zurückbrachten.
„Kann ich die Ehre haben, Manſell?“ bot er ihr ſeinen Arm an.
Sie legte glücklich den ihrigen hinein.
Ein Mann in reifern Jahren mit der Kriegsme⸗ daille — eine gewiſſe Würde zeigte den Unteroffizier der Landwehr — näherte ſich mit der ſchönſten Dirne des Hofes dem Obriſtlieutenant.
„Zu einem andern Tanze als vor einem Jahre mit den Franzoſen, Herr Obriſtlieutenant!“
Der Obriſtlieutenant folgte mit dem ſtolzen Mädchen dem erſten Paare.
Der junge Freiherr ſah ſich nach der hübſchen Kell⸗ nerin um.
„Mamſell Henriette!“ bat er.
Aber ſie hörte ihn nicht.
Der Domherr lachte.
„Gib Dir keine Mühe, mein Junge; Du kommſt zu ſpät.“
Die hübſche Kellnerin hatte nach dem Herrenhauſe zurückgeblickt, und ihre Augen hatten einen jungen Mann geſehen, der von da näher kam, eilig, als wenn er fürchte, ſich zu verſpäten; und wer das ſtrahlende i der Kell⸗
Temme, Der Domherr. IMI.


